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Wer weiß denn sowas?

Das Thema "Energieversorgung und Wärmeschutz eines Gebäudes" ist in den letzten Jahrzehnten deutlich umfangreicher und komplexer geworden. Ob es nun die wachsende Anzahl an Dämmmaterialien ist, die verschiedenen Möglichkeiten zur Nutzung von Erneuerbaren Energien, sich ständig weiterentwickelnde Heizsysteme oder Fragen sind, wie z.B. Welches Lüftungssystem passt am besten?, Brauche ich einen Energieausweis? ... Wenn Sie nicht gerade selber EnergieberaterIn, BautechnikerIn oder Heizungsfachmann/-frau sind, ist kaum noch durchzublicken.

Diese Seite hilft Ihnen, ein paar Grundlagen zu verstehen.

Die Seite "Wer weiß denn sowas?" befindet sich im Aufbau. Wenn Sie Fragen haben oder einen Wunsch, dass ein spezielles Thema/ein spezieller Begriff hier behandelt wird, dann freue ich mich auf Ihre Nachricht!
Wärmedämmung
(Mythos und Wahrheit)
Mythos "Dämmmaßnahmen fördern Schimmelbildung"
Vorausgesetzt dass jeder Baumaßnahme am Gebäude eine gute Planung vorausgeht ... Fakt ist, dass eine außen angebrachte Wärmedämmung das Schimmelrisiko im Wohnraum deutlich senken kann. Sie begrenzt dabei nicht nur die Wärmeverluste des Gebäudes, sondern sorgt für eine höhere Oberflächentemperatur auf den Innenseiten der Bauteile (Außenwände, Dach, Decken, etc.). Dadurch wird die Kondensatbildung auf den Bauteiloberflächen verringert oder gar ausgeschlossen, was in der Folge auch das Schimmelrisiko verringert oder gar ausschließt.

Atmen von Häusern
(Mythos und Wahrheit)
Mythos "Gedämmte Häuser können nicht atmen"
Vorausgesetzt dass jeder Baumaßnahme am Gebäude eine gute Planung vorausgeht ... Fakt ist, ein "Atmen" durch die Wand (wie z.B. verputztes Mauerwerk oder Beton), das die feuchte und verbrauchte Luft aus dem Gebäude abführt und frische Luft zuführt, gibt es nicht. Somit kann eine Wärmedämmung auch kein Atmen durch die Wand verhindern. Siehe hierzu auch den Punkt "Lüftung von Gebäuden".

Lüftung von Gebäuden
Der Luftwechsel in einem Gebäude (ohne Lüftungsanlage) findet im Wesentlichen über das tägliche Fensterlüften und die Undichtigkeiten des Gebäudes statt. Viele Leute denken bei der Sanierung Ihres Gebäudes zuallererst an einen Fenstertausch und berücksichtigen dabei nicht, dass sie das Gebäude damit wesentlich dichter machen, ebenso bei einer Dacherneuerung. Grundsätzlich bedeutet ein verringerter Luftwechsel durchaus auch geringere Wärmeverluste und somit Energieeinsparung. Beim Thema Luftwechsel ist jedoch ein Mindestluftwechsel aus gesundheitlichen, bautechnischen und hygienischen Gründen sicherzustellen. Um beides - Energieeinsparung und Gesundes Wohnraumklima - zu erlangen, gibt es für Neubau und Sanierung verschiedene Lüftungssysteme. Die Skepsis ist bei Laien teilweise noch sehr groß, doch lassen sich diese Bedenken meistens durch genauere Informationen ausräumen.

Am sinnvollsten ist es ohnehin sich zuvor ein Sanierungskonzept oder beim Neubau ein Energiekonzept erarbeiten zu lassen: Welche Maßnahmen und in welcher Reihenfolge passen zu meinem Gebäude und zu meinem Portemonnaie.

Lüftung von Kellern
im Sommer
Gerade Keller von Altbauten, die noch keine äußere Abdichtung zum Erdreich an den Außenwänden haben, können mitunter sehr feucht sein. Wenn Sie diese Feuchtigkeit durch Fensterlüften aus dem Gebäude herausbringen möchten, sollten Sie dabei folgendes beachten.
Lüften Sie bitte in jedem Fall nur, wenn die Außenluft kühler als die Luft in den Kellerräumen ist. Das heißt, dass man an den heissen Tagen im Sommer, tagsüber die Fenster am besten geschlossen hält. Lüftet man bei hohen Außentemepraturen kann nämlich genau das Gegenteil passieren, dass die Feuchtigkeit in das Gebäude gebracht wird. Von daher sollte man einen Keller im Sommer wenn überhaupt, nur in kühlen Nächten lüften.

Übrigens ... eine luftdichte Ausführung der Gebäudehülle ist keine Erfindung der letzten Jahre. Eine luftdichte Ausführung gehört bereits seit 40 Jahren, nämlich seit Einführung der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977, zu den anerkannten Regeln der Bautechnik. In einem gedämmten Dachraum ist seitdem zum Beispiel die Verlegung einer luftdichten Dampfbremse vorgeschrieben.
Luftdichte Gebäudehülle
Energieausweise geben einem die Möglichkeit verschiedene Gebäude in ihrer energetischen Qualität zu vergleichen. Sie sind spätestens bei Vermietung oder Verkauf von Gebäuden gesetzlich vorgeschrieben. Auch wenn es vom Gesetzgeber her noch erheblichen Nachbesserungsbedarf gibt, so ist der ursprüngliche Gedanke doch sinnvoll.

Es gibt den Verbrauchsausweis, der anhand der wirklich verbrauchten Energie in Form von Brennstoffen der letzten Jahre ermittelt wird. Und es gibt den Bedarfsausweis, der anhand der vorhandenen Dämmqualität der Gebäudehülle und der Effizienz der vorhandenen Heizungs- und Warmwasseranlage berechnet wird. Für den Vergleich von unterschiedlichen Gebäuden ist der bedarfsorientierte Ausweis immer besser geeignet, weil er genauer ist und zum Beispiel nicht durch das individuelle Verhalten des Nutzers beeinflusst wird.

Bsp.: Ein energiebewusster alleinstehender Nutzer eines Gebäudes, der berufsbedingt selten anwesend ist, erzeugt einen wesentlich geringeren Verbrauch als eine 4-köpfige Familie mit kleinen Kindern, die mehr oder weniger 24 Std pro Tag anwesend sind und die Räume auf 23 °C heizen. Das selbe Gebäude würde bei einem Verbrauchsausweis völlig unterschiedliche Bewertungen in Abhängigkeit von den Nutzern erhalten.

Energieausweise
(c) 2018 | Dipl-Ing. Robert Jänsch
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